Die vier Tempramente

In der Reportage von Marie-Luise Scherer berichtet sie von einem Stabsfähnrich der Grenztruppen Moldt, der die Hunde in die vier Tempramente nach dem antiken Arzt Galen einteilt. Entsprechend diesen Zuschreibungen fertigte Puppenbauer Peter Lutz für die Inszenierung vier Hundeköpfe an. Die Begleittexte sind der Reportage entnommen.

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„Den Sanguiniker als den lebensvollen, in seinen Eigenschaften gut dosierten Typus führte Moldt nur der Vollständigkeit halber an. Dieser begreife schneller als ein Professor und gehöre, da er den wünschenswerten Hund verkörpere, nicht an die Trasse.“

 

 

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„Ans untere Ende seiner Eignungsskala plazierte Moldt den Phlegmatiker. Ihn störe gar nichts. Bei allergrößter Hundeknappheit gebe er jedoch die Attrappe eines Wächters ab.“

 

 

 

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„Brauchbarer verhalte sich der Melancholiker, ein Genosse der Angst. So wie ein hartes Wort ihn schon untröstlich stimme, er schon aufjaule, bevor der Schmerz ihn überhaupt treffe, so melde er eine herabfallende Eichel schon als Gefahr.“

 

 

 

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„Erst wenn sich ihm das Toben des Cholerikers beimische, verdiene es Beachtung. Im günstigsten Fall sei der Melancholiker der Zuarbeiter des Cholerikers, der aus dem Schlaf in Attacke übergehe.“